Bargeld: Othmar Karas, EU-Parlament, ÖVP

  • 23. Februar 2016, 21:28

Wir haben folgende Stellungnahme bekommen:

Sehr geehrter Herr Zoffel,
Sehr geehrter Herr Dreyer,

Im Namen von Herrn Abgeordneten Karas darf ich mich sehr herzlich für Ihre Anfrage zu diesem aktuellen und viel diskutieren Thema bedanken.

Untenstehend hat Herr Karas für Sie seine Argumente in dieser Debatte zusammengefasst und freut sich, wenn Sie sie über Ihren Publishing Hub veröffentlichen.

Da eine Obergrenze für Bargeld im nationalen Kompetenzbereich liegt, sehen wir heute schon verschiedene Obergrenzen von tausend bis dreitausend Euro in Staaten wie Italien, Spanien oder Frankreich. Nur 3% der zirkulierenden Banknoten sind 500-Euro-Scheine und trotzdem machen sie über 30% des Bargeldwertes aus. Im Alltag wird der Schein jedoch fast nie benutzt, viele Geschäfte nehmen ihn auch nicht an. Die Entscheidung, welche Banknoten es im Euroraum gibt, liegt beim Gouverneursrat der EZB. Sollte er nach einer gründlichen Untersuchung zum Schluss kommen, dass eine Abschaffung des 500-Euro-Scheins den Kampf gegen Schwarzgeldzahlungen und Geldwäsche massiv erleichtert, dann ist eine solche überlegenswert.

Selbstverständlich ist Herrn Karas der Schutz des Bargelds ein wichtiges Anliegen. Deshalb hat er bereits im vergangenen Juli eine diesbezügliche schriftliche Anfrage an die EU-Kommission gestellt. Sie finde sie unter: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+WQ+P-2015-010857+0+DOC+XML+V0//DE&language=de

In ihrer Antwort hat der zuständige EU-Kommissar klargestellt, dass auch die EU-Kommission keinesfalls über eine Abschaffung von Bargeld nachdenkt. Die Antwort ist einsehbar unter: http://www.europarl.europa.eu/sides/getAllAnswers.do?reference=P-2015-010857&language=DE
Falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich selbstverständlich gerne jederzeit bei uns melden.
Mit besten Grüßen aus Brüssel,

Moritz Schöllauf

Referent für Wirtschaft und Währung

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